DER STURM

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Romanze von William Shakespeare
Deutsch von Frank Günther

PREMIERE der Filmfassung am 25. Juni 2021
www.youtube.com/TheaterHofTrailer

Für Shakespeares „Der Sturm“ hat sich das Theater Hof etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Da nicht abzuschätzen ist, wann endlich wieder live vor Publikum gespielt werden darf, produziert das Theater Hof den Klassiker in der Inszenierung von Reinhardt Friese direkt als Film, um ihn noch in dieser Spielzeit digital zu präsentieren.

Auf den ersten Blick scheint alles einfach. Doch so schlicht die Figuren  zunächst anmuten, so komplex sind sie in Wirklichkeit. Darin liegt der Charme des Stücks wie die Unmöglichkeit, es auf eine „Botschaft“ zu reduzieren. Durch eine politische Intrige verschlägt es Prospero, den rechtmäßigen Herzog von Mailand, auf eine Insel. Jetzt ist die Zeit der Rache gekommen. Mit Hilfe des Luftgeistes Ariel entfacht er einen gewaltigen Sturm, der  seine Widersacher an den Strand der Insel spült. Hier lässt Prospero die Schiffbrüchigen ein Chaos der Gefühle durchleben: aus Hass wird Liebe, aus Dummheit Gewalt, aus Neugier Starrsinn und aus Treue Aufbegehren. „Der Sturm“ ist eine Geschichte von Machtkampf und Gewalttätigkeit, von der Auseinandersetzung mit dem Fremden und der Möglichkeit von Utopie. Sie erzählt von den Grundlagen gerechter Herrschaft, von Selbstdisziplin und Zivilisation als Grundlage aller Kultur. In seinem letzten Stück (ungefähr 1611) variiert Shakespeare noch einmal seine beiden großen Themen: Liebe und Macht - als Bändigung der Natur, auch der menschlichen. Sein Drama steckt voll theatraler Fantasie, philosophischer Tiefe und poetischer Dichte. Prosperos Insel ist ein Nirgendwo, ein Reich der Fantasie: Shakespeares Theater. Mit Zauberhand schafft er eine ganze Welt. Eine Welt, die der unseren gleicht.


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