OPERN-JUWEL MIT GROSSER BESETZUNG

DIE GESPRÄCHE DER KARMELITERINNEN (Foto: H.Dietz Fotografie)

Die Oper DIE GESPRÄCHE DER KARMELITERINNEN gilt heute als eines der wichtigsten und ergreifendsten Musiktheaterwerke des 20. Jahrhunderts. Sie steht deshalb immer wieder auf den Spielplänen der großen Opernhäusern der Welt. Doch gerade aktuell ist das Theater Hof das einzige deutsche Theater neben der Staatsoper Hamburg und dem Staatstheater Mainz, dass das Werk zeigt - zumal in einer Neuinszenierung. Eine Seltenheit und Gelegenheit für die vielen Freunde dieser Oper ist die Anwendung der deutschen Übersetzung statt des französischen Originals, um die berühmten Dialoge der Nonnen ohne Übertitel direkt erlebbar zu machen. Eine weitere besondere Gelegenheit ist es, neben der versierten Stefanie Rhaue aus dem festen Musiktheaterensembles auch hervorragende Gastsolistinnen in Hof erleben zu können. So konnten Susanne Serfling für die Partie der Blanche de la Force und Elisabeth Hornung als Madame de Croissy gewonnen werden. Ein Wiedersehen gibt es mit Inga-Britt Andersson als Madame Lidoine (zuletzt im RING AN EINEM ABEND) und Ines Lex debütiert in Hof als Schwester Constance.

Francis Poulenc komponierte „Les Dialogues des Carmélites“ für die Mailänder Scala, an der das Werk 1957 seine triumphale Uraufführung erlebte. Anders als viele moderne Komponisten dieser Zeit setzte Poulenc dabei auf Melodik und einen lyrischen Ton romantischer Prägung.

Das Theater Hof bietet eine kostenlose Einführung in DIE GESPRÄCHE DER KARMELITERINNEN vor jeder Vorstellung um 18:45 Uhr im Studio bzw. Orchestersaal an.

Das Stück geht auf den historischen Fall der am 17. Juli 1794 in Paris hingerichteten Karmeliterinnen von Compiègne zurück. Es sind blutige Zeiten: Die Französische Revolution tobt im Land. Auch das Kloster zu Compiègne in der Nähe von Paris, bisher ein ruhiger Rückzugsort, bleibt von den gesellschaftlichen und oft mörderischen Geschehnissen nicht verschont. Die junge adlige Blanche tritt in den dortigen Orden ein, um ihren Angstzuständen zu entfliehen. Doch das revolutionäre Volk belagert das Kloster, dringt schließlich dort ein und vertreibt brutal die Nonnen. Diese sind bereit in den Opfertod für Frankreich und die Kirche zu gehen. Blanche flieht zunächst panisch aus dem Kloster zurück nach Hause. Doch ihr Elternhaus steht leer, denn ihr Vater, ein Adliger, ist bereits exekutiert worden. Der Hinrichtungstag kommt und die 15 Nonnen werden gemeinsam singend auf einem Karren zum Schafott gebracht. Im letzten Moment schließt sich Blanche freiwillig den Verurteilten an und geht mit ihnen in den Tod. So setzt sie mit den Ordensschwestern ein Zeichen gegen Fanatismus und die immer brutaleren Barbareien der Revolution, die den Menschen doch eigentlich Freiheit bringen sollte…

TERMINE

So 05.03.2017 Hof, Kulturkantine - Matinée - 11.00 Uhr    Freier Eintritt

Sa 11.03.2017 Hof, Großes Haus - Premiere - 19.30 Uhr    Online-Karten

Fr 17.03.2017 Hof, Großes Haus 19.30 Uhr    Online-Karten

Sa 18.03.2017 Hof, Großes Haus 19.30 Uhr    Online-Karten

Sa 25.03.2017 Hof, Großes Haus 19.30 Uhr    Online-Karten

So 09.04.2017 Hof, Großes Haus 19.30 Uhr    Online-Karten

Mi 31.05.2017 Hof, Großes Haus - Zum letzten Mal - 19.30 Uhr    Online-Karten

 

 

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