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Faust. Erster Teil
Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe


Inszenierung: Michael Blumenthal
Ausstattung: Thomas Mogendorf

Faust (alt): Ralf Hocke
Mephisto: Wolfgang Kaiser
Engel, Wagner, Geister, Frosch, Die Tiere, Chor, Böcke: Jörn Bregenzer
Engel, Schüler 1, Geister, Brandner, Die Tiere, Valentin, Chor, Böcke: Jens Hollwedel
Engel, Anderer Bürger, Geister, Altmeyer, Die Tiere, Chor, Böcke: Peter Kampschulte
Erdgeist (Faust, jung), Faust (jung), Bürger, Geister, John Peter Altgelt
Gott, Geister, Hexe, Böser Geist, Hexen im Chor: Angelika Koppmann
Dritter Bürger, Geister, Marthe, Chor, Hexen im Chor: Anja Stange
Geister, Siebel, Die Tiere, Lieschen, Chor, Hexen im Chor: Nina Machalz
Geister, Helena, Margarete: Polina Bachmann




Die Geschichte vom Gelehrten, der einen Pakt mit dem Teufel eingeht, um die Grenzen der Erkenntnis zu überschreiten.

„Das Vorspiel im Himmel“ setzt den Rahmen. Gott und Mephisto, der Teufel, wetten um die Seele eines gewissen Dr. Heinrich Faust, eines Wissenschaftlers mit unbändigem Erkenntnisstreben. Gott ist sich seiner Sache sicher, Faust werde auf dem rechten Weg bleiben, auch wenn der Mensch „irrt, so lang er strebt“. Mephisto bietet die Wette, dass es ihm gelinge, diesen Faust „meine Straße sacht zu führen“, also zum Bösen zu bewegen.
Fausts Leben, es ist ein Gang durch „die kleine, dann die große Welt“. Es entfaltet sich in einer Überfülle von Szenen, die nicht an „einer einzigen durchgehenden Idee“ gemessen, sondern in ihrem Reichtum genossen werden wollen: Von billigsten Saufvergnügungen in der Kneipe, über die „Hexenküche“, in der Faust durch den Anblick der schönen Helena liebestoll gemacht wird, bis zur Verführung Gretchens, des unschuldigen Mädchens.
Das reiche Leben Fausts ist umschlossen von Szenen, die eine umfassende Grundidee offenbaren. Der Kritiker Alfred Kerr hat sie kurz und schnoddrig auf den Punkt gebracht: „Es sind zwei Kerndramen. Erstens (aufs einfachste gebracht): in der verwirrenden Welt, voll von Rohen, Mühsal, Schönheit - arbeiten und nicht verzweifeln. Der andere Kern: die Liebe ist das Größeste.“

Goethe hat über die Deutschen gesagt: „Da kommen sie und fragen: welche Idee ich in meinem Faust zu verkörpern gesucht? - Als ob ich das selber wüsste und aussprechen könnte! ... Es hätte auch in der Tat ein schönes Ding werden müssen, wenn ich ein so reiches, buntes, und so höchst mannigfaltiges Leben, wie ich es im Faust zur Anschauung gebracht, auf die magere Schnur einer einzigen durchgehenden Idee hätte reihen wollen!“
Der Beginn unseres großen Faust-Projekts.


 

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