Peer Gynt

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Dramatisches Gedicht von Henrik Ibsen
Deutsch von Frank Günther

PREMIERE Freitag, 7. Oktober 2022
Großes Haus // ca. 2 h 50 min, Pause (25 min) nach ca. 70 min

„Peer, du lügst!“, so beginnt Henrik Ibsen die Geschichte des Aufschneiders und Außenseiters, des Draufgängers und Egoisten Peer Gynt. Als Bauernsohn wächst er bei seiner Mutter auf, verarmt und von der Dorfgesellschaft verlacht. Er flüchtet sich in Fantasiewelten und Lügenmärchen und glaubt sich zu Höherem berufen, Kaiser der Welt will er werden. Auf der Dorfhochzeit entführt er die Braut und flieht in die Berge. Er kommt in die Welt der Trolle, zeugt ein Kind, lebt als Einsiedler, lässt Mutter, Kind und seine Lebensliebe Solveig zurück. Er macht sich daran, die Welt zu erobern, und lebt hundert Leben in einem: Goldgräber, Unternehmer, Pelzjäger, Sklavenhändler, Prophet, Playboy, Altertumsforscher und Kaiser der Irren.


„Peer Gynt“, das ist eine lange Wanderung. Ein ganzes Leben wird durchschritten, von der Jugend fast bis zur Bahre. Eine ganze Welt wird durchreist, vom kalten Norden zum glühenden Orient und zurück. Ein Jahrhundert wird besichtigt. Seine Lebensentwürfe sind wie die Häute einer Zwiebel: Schicht auf Schicht, aber wo ist sein Kern? Als alter Mann kehrt er heim, den Tod vor Augen, um mit sich und der Welt abzurechnen.

Der Wahrheitsfanatiker Henrik Ibsen hat mit „Peer Gynt“, dem „norwegischen Faust“, eine szenische Weltreise hinterlassen, ein symbolreiches Märchen, einen Schelmenroman, eine Abenteuer-Geschichte, eine Abrechnung mit dem Wahn der Selbstverwirklichung des modernen Menschen. Sein „dramatisches Gedicht“ verknüpft Satire und Groteske, surreale und realistische Elemente mit der Tragödie. Einer der großen Mythen des europäischen Theaters.

 

 


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