CALIGULA

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Drama von Albert Camus
Deutsch von Uli Aumüller

Zum ersten Mal am Theater Hof!

PREMIERE Sonntag, 19. Dezember 2021
Studio

Am Anfang der Geschichte des römischen Kaisers Caligula steht der plötzliche Tod seiner geliebten Schwester. Der mit schier unbegrenzter Macht ausgestattete Kaiser beginnt, gegen die Welt zu rebellieren. Des einen Frau macht er zur Hure, des anderen Kind tötet er, dem Dritten nimmt er den Vater, er weidet sich an den Qualen der zum Tode Verurteilten, lässt sich als Venus anbeten und enterbt alle Bürger zugunsten der Staatskasse. Schließlich hat er gelernt, dass jeder Wert relativierbar und demnach nichts wirklich von Bedeutung sei - außer die Staatsfinanzen. Ein Machtmensch, der der Welt ihre absurde Verfassung vor Augen führt, indem er sie auf ihre mörderische Spitze treibt. Dabei ist er kein brutaler Despot, sondern ein raffinierter Verbrecher, der seine Untertanen immer weitertreibt, wie in einem Experiment, um zu prüfen, was sie alles erdulden.

Das Werk von Albert Camus ist kein historisches Drama. Camus zeichnet das Porträt eines nicht durch Ethik, Gesetze oder Moral gezähmten Politikers. Und er stellt zwei Grundsatzfragen: Auf welchen Prinzipien gründen individuelles Leben, Gesellschaft und politische Macht? Wie kommt es, dass ihn alle anderen haben gewähren lassen? Kurz vor Hitlers Überfall auf Polen schreibt der französische Schriftsteller und Philosoph Albert Camus sein erstes großes Bühnenstück: „Caligula“ - die beispiellose Allmachtsfantasie eines Nihilisten.


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