FLORENCE FOSTER JENKINS

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Schauspiel von Bill White
Deutsch von Hans-Jürgen Steinhau und Bill White

Zum ersten Mal am Theater Hof!

PREMIERE Donnerstag, 17. Dezember 2020
Studio

In einer Zeit vor Castingshows und YouTube-Channels ist die Zurschaustellung von Talentlosigkeit noch kein Baustein zum Erfolg. Aber es gibt Florence Foster Jenkins (1868-1944), wohlhabende Erbin, großzügige Mäzenin, High-Society-Lady und „Diva der falschen Töne“. Sie erlangt Kultstatus. Einmal im Jahr veranstaltet sie ihren eigenen Arienabend, bei dem sie in ständig wechselnden extravaganten Bühnenkostümen auftritt. Sie trifft kaum einen Ton, keine Gesangslinie singt sie so, wie der Komponist sie geschrieben hat. Das Publikum amüsiert sich, aber es klatscht. Höhepunkt ihrer Karriere: ein Konzert in der ehrwürdigen Carnegie Hall… Als Lebenspartner wählt sie den wesentlich jüngeren britischen Schauspieler St. Clair Bayfield. Er kümmert sich darum, dass kleine Katastrophen abgewendet werden und große nicht zu Florence vordringen. Florence Foster Jenkins war wahnhaft und selbstverliebt, aber auch voll bedingungsloser Hingabe an die Musik. Sie war von unerschütterlichem Selbstbewusstsein und verglich sich mit den großen Sängerinnen ihrer Zeit. Gelächter aus dem Publikum tat sie als Gehässigkeit eifersüchtiger Konkurrentinnen ab. Es ist ein Leichtes, sich über „Lady Florence“ lustig zu machen. Aber: Wir sind alle Dilettanten - mal mehr, mal weniger. Verdient nicht jemand, der mit so großer Ernsthaftigkeit sein Lebensziel verfolgt, nicht eher unseren Respekt denn unsere Belustigung?


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