Der Bus

BACKSTAGE
SCHMUCKSTÜCKE DER BESONDEREN ART  

Das ist schon ein ganz besonderes Bühnenbild, das sich Regisseur Kristoffer Keudel und seine Ausstatterin Imme Kachel da ausgedacht haben. Wenn ein Theaterstück schon den Bus im Titel trägt, dann soll das gute Stück auch zu sehen sein. Zu groß darf er aber nicht sein, schließlich brauchen die Schauspieler auch noch Platz auf der Bühne. Also ein kleinerer Bus musste her.
Der Schauspieler Ralf Hocke gab den Tipp. "Beim Autohaus Schneider in Adorf gibt es einen Barkas zu mieten." So ein Barkas war die Eier legende Wollmilchsau des DDR-Automobilbaus. Es gab ihn seinerzeit mit 40 verschiedenen, teilweise parallel angebotenen Aufbauten. Als Kastenwagen, Krankentransporter, Pritschentransporter, Kleinbus, Sattelschlepper, Kleinlöschfahrzeug, Personentransporter, Polizei- und Militärfahrzeug oder Abschleppwagen wurde er eingesetzt. Der Dreizylinder-Zweitaktmotor leistete bei 1000 cm³ Hubraum 46 PS. Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h. Bei Beginn der Serienfertigung 1961 durchaus Stand der Technik. Später dann eher nicht mehr ...
Klaus Ehrenberg, der Technische Leiter des Theaters, redete mit dem Autohaus. Man wurde sich handelseinig. Und nun steht dieses Wunderwerk des Automobilbaus auf der Bühne: ein Barkas B 1000, vollkommen intakt und fahrbereit. Nur ohne Benzin - denn das wäre auf einer Theaterbühne wegen der strengen Sicherheitsvorgaben zu gefährlich.

Der Titeldheld bei sich zuhause in Adorf

Der Titeldheld bei sich zuhause in Adorf


> Stückinhalt > Mitwirkende > Fotos > Backstage