Probenstart „Bruder Eichmann“

v.l.: Thomas Schindler (Regie), Michael Hofmann (Requisite), Ralf Hocke, Michaela Grine (Maske), Julia Leinweber, Kayda Bryant (Regieassistenz), Yami Quiroga (Leitung der Kostümabteilung), Anna Max (Damenschneiderei), Philipp Brammer (Dramaturgie), Peter Kampschulte, Dominique Bals, Annette Mahlendorf (Ausstattung)

Auch wenn Thomas Schindler das Theater Hof als Dramaturg zum Ende der Spielzeit verlässt, bleibt er uns doch als Regisseur von „Bruder Eichmann“ erhalten. Der Klassiker der Gegenwarts-Dramatik von Heinar Kipphardt entstand aus den Verhörprotokollen des israelischen Geheimdiensts mit Adolf Eichmann, der als Leiter des nationalsozialistischen Referats für „Judenangelegenheiten“, den Massenmord an Millionen von Menschen hauptverantwortlich mitorganisiert hat. Thomas Schindler hat das Stück stark gekürzt und will den Kampf zwischen Eichmann und dem sehr höflich agierenden Verhörbeamten Leo Chass in den Mittelpunkt stellen. Eichmann versuchte ein Bild von sich zu schaffen, dass ihn nur „als kleines Rädchen im System“ zeigt. Dabei interessiert Schindler besonders, das „Sich Kaltstellen“ und die „Topographie eines bürgerlichen Pflichtmenschen“ (Kipphardt) herauszuarbeiten.

Die Hauptrollen übernehmen Ralf Hocke (Eichmann) und Dominique Bals (Chass). Weitere Rollen werden besetzt von Julia Leinweber und Peter Kampschulte. Die Ausstattung übernimmt Annette Mahlendorf. Die Proben für die Premiere am 2. Dezember im Studio haben bereits begonnen.

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