Probenbeginn „Helena Citrónová“

von links: Hannah Müller (FSJ Kultur), Lena Herpich (Regieassistenz), Ivo Hentschel (Musikalische Leitung), Bennet Eicke (Musikalische Einstudierung und Korrepetition), Lucia Birzer (Chordirektorin), Thilo Andersson, Stefanie Rhaue, Marian Müller, Inga Lisa Lehr, Karsten Jesgarz, Markus Gruber, Lothar Krause (Regie), Annette Mahlendorf (Ausstattung)

Mit dem ersten Frauentransport, besetzt mit 999 slowakischen Jüdinnen, kommt Helena Citrónová am 25. März 1942 nach Auschwitz. Dort entwickelt sich eine verbotene Liebe zwischen ihr und dem SS-Aufseher Franz Wunsch. Über 60 Jahre nach der Befreiung des berüchtigten Vernichtungslagers hört der thailändische Komponist Somtow Sucharitkul Helena Citrónová in der BBC-Dokumentation „Auschwitz“ von ihrem Schicksal berichten – und schreibt eine Oper über sie. Im Jahr 2020 wurde „Helena Citrónová“ in Bangkok uraufgeführt, am 29. Oktober 2022 - 80 Jahre nach der Ankunft Helenas in Auschwitz - ist die europäische und deutschsprachige Erstaufführung am Theater Hof zu erleben.

Zum Probenbeginn erläutert Regisseur Lothar Krause: „Ich bin der festen Überzeugung, dass man die Gräuel um den Holocaust immer wieder thematisieren muss, da Extremismus, Fremdenhass und Antisemitismus wieder neu aufkeimt.“ Es ist kaum zu glauben, dass es an einem der menschenverachtendsten Orte der Welt eine emotionale Annäherung gab zwischen einer jüdischen Gefangenen und einem SS-Offizier. Viele Fragen ergeben sich daraus: Macht diese Liebe, in deren Folge er unter anderen Helenas Schwester vor dem sicheren Tod gerettet hat, Franz Wunsch zu einem besseren Menschen? Ist Helena Citrónová eine Verräterin? „Darauf gibt die Oper keine Antworten, das Werk wertet nicht. Die moralische Beurteilung wird vom Zuschauer selbst verlangt“, so der Regisseur.

Die KZ-Zäune aus Stacheldraht, aus denen das von Ausstatterin Annette Mahlendorf geschaffene Bühnenbild großteils besteht, sollen die Enge, Beklemmung und Angst des Konzentrationslagers vermitteln.

Premiere von „Helena Citrónová“ ist am Samstag, 29.10.2022. Karten gibt es an der Theaterkasse. Tel.: 09281/7070-290 sowie im Online Ticketshop des Theaters Hof.

 

TERMINE

Matinee:             Sonntag, 23. Oktober - Eintritt frei!

Premiere:           Samstag, 29. Oktober

Vorstellungen:

Freitag, 4. November

Samstag, 5. November

Mittwoch, 9. November

Sonntag, 13. November

Samstag, 19. November (jeweils um 19:30 im Großen Haus)

Sonntag, 20. November (um 18:00 im Großes Haus)

<< zurück