PROBENBEGINN "RICHARD DER DRITTE"

Unser Foto zeigt auf dem Panzer Dominique Bals, in der mittleren Reihe von links Reinhard Steinert (Inspizienz), Annett Mönchgesang, Anna Max (Damengewandmeisterinnen), Oliver Hildebrandt, Alrun Herbin, Ausstatterin Annette Mahlendorf, Regisseur Reinhardt Friese, Volker Ringe, Benjamin Muth, Anja Stange, Kayda Bryant (Regieassistenz), Aline Adam, Philipp Brammer und Ralf Hocke sowie in der ersten Reihe von links Yami Quiroga (Assistenz der Kostümleitung), Gabriele Schleicher (Gewandmeisterin), Maryse Karap (Requisite), Leon Mahlendorf und Samuel Wolfram (Regiehospitanten) sowie Dramaturg Thomas Schindler.

„Der Krieg ist vorbei, aber es herrscht ein brüchiger Frieden – es werden sowohl moralisch als auch real Mauern durchbrochen. Daher wird ein Panzer in Originalgröße das gesamte Stück hindurch präsent sein“, erklärt Ausstatterin Annette Mahlendorf zum Probenbeginn von „Richard III.“ Die Inszenierung des Shakespeare-Klassikers übernimmt Intendant Reinhardt Friese.

„Richard III. kann sein Gegenüber lesen und an dessen Schwächen anknüpfen, um zu manipulieren“, sagt der Regisseur über den Titelhelden, den in seiner Inszenierung Dominique Bals spielen wird. Alle Figuren, die in „Richard III“ vorkommen, sind moralisch nicht integer, sondern mehr oder weniger getrieben von Habsucht, Geiz, Selbstsucht und Gier. „Diese verrohte Gesellschaft ist natürlich anfällig für die Manipulationen Richards“, so Reinhardt Friese.

In seiner Inszenierung möchte er versuchen, die Figur Richards psychologisch zu durchdringen und dessen radikales Ich-Denken sichtbar zu machen. Werte- und Moralkompass werden hinfällig für Richard, der seinen Egoismus und Individualismus auslebt. „Erzählt wird eine Geschichte darüber, wie sich jemand vom mitmenschlichen Ballast befreit und dann gnadenlos seine eigenen Ziele verfolgt – leider auch ein Thema von heute“, so Regisseur Reinhardt Friese.

Premiere ist am Samstag, 12. Februar 2022 im Großen Haus, Karten gibt es an der Theaterkasse, Tel.: 09281/7070-290.

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