2024 HÖRT REINHARDT FRIESE AUF

Reinhardt Friese und die Oberbürgermeisterin der Stadt Hof, Eva Döhla, haben sich darauf verständigt, Frieses Vertrag als Intendant des Theaters Hof nicht zu verlängern. Das teilte Friese am 27.04. dem Aufsichtsrat und am Tag darauf der Belegschaft des Theaters mit. Friese leitet das Theater Hof seit 2012. Sein Vertrag endet im Sommer 2024.

„Am Theater sind die 12 Jahre, die ich am Ende hier in Hof Intendant gewesen sein werde, eine kleine Ewigkeit und eine eher ungewöhnlich lange Amtszeit. Daran sieht man ja, wie gut es gepasst hat. Es ist mir eine große Freude und Ehre, für das Hofer Publikum zu arbeiten, zusammen mit den fantastischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Aber Kunst lebt immer auch von Veränderungen und ich bin sicher, dass nun der richtige Zeitpunkt für eine neue Weichenstellung ist. Bis zum Ende meiner Zeit in Hof sind es außerdem ja noch 2 Spielzeiten, die ich mit Volldampf angehe und in denen ich noch aufregendes Theater machen will.“, so Reinhardt Friese. „Wir haben Vieles auf den Weg gebracht: Ein Junges Theater als eigene Sparte, Theater-Technik auf dem neuesten Stand, das Haus ist überregional ein Aushängeschild für die Stadt geworden wegen der künstlerischen Qualität. Ich werde ein Theater übergeben, auf das sich jede neue Theaterleitung freuen kann.“

Reinhardt Friese zeigt sich erfreut, dass seine Beweggründe für die Beendigung seiner Intendanz auf Verständnis stießen, so dass die Entscheidung gemeinsam und einvernehmlich mit den städtischen Vertretern getroffen werden konnte.

Oberbürgermeisterin Eva Döhla, die auch Vorsitzende des Theater-Aufsichtsrates ist, betont in dem Zusammenhang die überregionale Sichtbarkeit, die das Theater erlangt hat: „Gerade bei Premieren erlebe ich, wie positiv die Medien auf unser Haus sehen, aber auch, wie interessiert die Theaterwelt immer wieder nach Hof schaut. Wir haben allen Grund, auf das Theater mit seinem Intendanten Reinhardt Friese stolz zu sein.“ Mit dem in zweieinhalb Jahren scheidenden Theaterleiter sei man sich aber auch einig, dass eine Veränderung guttut. „Lieber werde ich gefragt, muss das jetzt schon sein, als dass es irgendwann heißt, es würde Zeit“, so die Oberbürgermeisterin und ergänzt: „Das Haus steht künstlerisch hervorragend da und die in absehbarer Zeit beendete Generalsanierung wird optimale bühnentechnische Voraussetzungen für eine neue Intendantin oder einen neuen Intendanten bieten. Unser Theater ist rundum attraktiv, so dass mir um das Interesse an dieser Leitungsaufgabe nicht bange ist.“ Friese leiste mit dem ganzen Team eine hervorragende Arbeit, wofür ihm zu danken sei. Döhla: „Aber jetzt freuen wir uns erst einmal auf zwei weitere spannende Spielzeiten.“ Die Stadt Hof, die die Intendanz bestellt, wird sich nun an die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger machen und die entsprechenden Auswahlverfahren einleiten.

 

 

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