SAISONERÖFFNUNG MIT DER OPER "MEDEA"

Nach 15 Monaten coronabedingter Bühnenabstinenz darf endlich der gesamte Opernchor des Theaters Hof in der Oper "Medea" von Luigi Cherubini seine Arbeit wieder aufnehmen. Gemeinsam mit hauseigenen Solist*innen, Gast-Solist*innen und dem Regieteam Lothar Krause (Inszenierung), Annette Mahlendorf (Ausstattung) und Ivo Hentschel (Musikalische Leitung) haben Chor und Hofer Symphoniker bereits in den letzten Wochen der alten Spielzeit fleißig für den Saisonstart Ende September geprobt.

Bei „Medea“ handelt es sich um einen der ganz großen, antiken griechischen Mythen. „Der Stoff ist fast 3000 Jahre alt, aber total aktuell: Eine Frau bringt ihre Kinder um, um ihren Partner zu strafen – das kommt auch in unserer Zeit vor. Man spricht vom Medea-Syndrom, wenn Kinder instrumentalisiert werden, um den Partner zu kränken oder zu bestrafen. Die Täter fühlen sich dabei überlegen und schuldlos“, erklärt Regisseur Lothar Krause. Die klassizistische Oper „Medea“ wurde von Luigi Cherubini als Opéra-comique, also als Folge von Arien, die durch Dialoge unterbrochen werden, komponiert. Seit der Romantik und vor allem seit Beginn des 20. Jahrhunderts führte man „Medea“ nur noch in einer nachträglich durchkomponierten Fassung auf, die vor allem durch Maria Callas in der Titelrolle sehr bekannt wurde. In Hof wird allerdings die rekonstruierte Originalfassung, die es erst seit 13 Jahren gibt, zu erleben sein. „Ich bin sehr froh, dass wir die ursprüngliche, rekonstruierte Fassung (in französischer Sprache) aufführen, denn sie tut der Oper sehr gut“, freut sich Ivo Hentschel.

Mit „Medea“ wird am Freitag, 24. September 2021 das frisch sanierte Große Haus wiedereröffnet.

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