"ABGRUND" PREMIERE GROSSER ERFOLG

Dominique Bals (Christoph), Oliver Hildebrandt (Bernhard), Alrun Herbing (Bettina), Carolin Waltsgott (Anna), Jörn Bregenzer (Stefan), Julia Leinweber (Jutta)

Intendant Reinhardt Friese freute sich sehr, die Autorin Maja Zade zur Premiere Ihres Stückes Abgrundin der Inszenierung von  Jasmin Sarah Zamani und der Ausstattung von Aylin Kaip in Hof begrüßen zu können.

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In „Abgrund“ geht es um eine Essenseinladung von sechs hippen Mitdreißiger*innen aus der Berliner Gesellschaft, die ein „krasses Geplänkel“ darüber führen, wo der menschliche Abgrund liegt – ob man ihn sehen oder fühlen kann oder ob es bereits den menschlichen Abgrund bedeutet, wenn man sich mal nicht die Haare frisiert hat, bis sich eine schreckliche Tragödie ereignet. Der Reiz für die Regisseurin Jasmin Sarah Zamani war es, „die Tragödie, die den Figuren widerfährt, in das „Belanglose“ dieser Essenseinladung einzubauen. Wie Menschen auch in Trauerfällen und Extremsituationen alle in ihren eigenen Mechanismus verfallen um zu begreifen und zurechtzukommen. Alle sind hilflos - wollen aber Kontrolle behalten und stehen an ihren eigenen Abgründen. Jeder für sich, aber alle anderen bewertend und dabei nicht mitbekommen, wie seltsam man sich selbst verhält. Das zu zeigen und die Balance zwischen Groteske und Tragik zu halten - das macht für mich den Reiz aus.“ Ob man die Figuren mögen kann? „Mögen ist da schon viel verlangt…man ertappt sich auf jeden Fall dabei, viele Sätze und Pseudodiskurse schon so erlebt zu haben - oder, und das fand ich schlimmer, manche davon vielleicht sogar selbst von sich gegeben zu haben. Das Stück fordert somit zum Nachdenken über seine eigenen Plattitüden, Vorurteile und Nachgeplappertes aus Medien und seinem Umfeld auf“, so die Regisseurin. Da ein Fenster in „Abgrund“ eine entscheidende Rolle spielt, hat Ausstatterin Aylin Kaip ein riesiges Fenster erschaffen, das als Spielfläche dient und wie ein Damoklesschwert über dem Geschehen schwebt. „Es steht vor allem für eine allgegenwärtige Gefahr, selbst in friedlichen und sorglosen Momenten, für den alltäglichen Abgrund an dem jeder von uns immer wieder steht, und in den man stürzen oder nicht stürzen kann“, verriet die Bühnenbildnerin im Programmheftinterview. Gekleidet sind alle sechs pseudoindividuellen, in Wirklichkeit aber komplett austauschbaren Protagonist*innen in angesagt-hippem Großstadtchic – gefertigt aus einem einheitlichen Stoff für alle.

Zuletzt war die Regisseurin Jasmin Sarah Zamani ebenfalls mit einem Stück von Maja Zade am Theater Hof zu erleben, nämlich mit der vielbeachteten Inszenierung von „status quo“, die sogar zu den Bayerischen Theatertagen nach Bamberg eingeladen wurde. Mit Ausstatterin Aylin Kaip hat sie in Hof bereits in der Studio-Operette "Häuptling Abendwind" zusammengearbeitet.

Vorstellungen im Gr. Haus:
Freitag, 18. November um 19:30 Uhr
Samstag, 26. November um 19:30 Uhr
Sonntag, 4. Dezember um 19:30 Uhr
Mittwoch, 14. Dezember um 19:30 Uhr
Freitag, 16. Dezember um 19:30 Uhr    
Sonntag, 22. Januar um 18:00 Uhr        

Karten: www.theater-hof.de/karten

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