Leben des Galilei

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Schauspiel von Bertolt Brecht mit Musik von Hanns Eisler

Wiederaufnahme!

// ca. 2.50 h mit Pause

„Wer die Wahrheit nicht weiß, ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher“, lässt Brecht den Naturwissenschaftler Galileo Galilei sagen. Wie verhält sichder Wissende gegenüber den Mächtigen? Spricht er auch die womöglich unbequemen Wahrheiten aus? Die katholische Kirche im Italien der Renaissance findet ihre Macht durch die Forschungen von Wissenschaftlern wie Galilei bedroht. In einer wissenschaftlich begründeten Weltordnung sehen sie keinen Platz für einen allmächtigen Gott. Galilei wird wegen seiner Aussagen der Prozess gemacht. Er widerruft. Anders als sein Kollege Giordano Bruno, der auf dem Scheiterhaufen endet.

Anlass, das Stück zu verfassen, war für Brecht eine Nachricht, die international Wellen schlug: 1938 gelingt dem deutschen Chemiker Otto Hahn erstmals die Kernspaltung des Urans. Im selben Jahr beginnt Brecht mit der Arbeit am „Galilei“. Nach dem Abwurf zweier Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki zum Ende des Zweiten Weltkriegs ist die Schreckensvision vom Missbrauch der Kernspaltung Gewissheit geworden. Auch wenn sich die meisten der beteiligten Forscher von der Verantwortung für den kriegerischen Einsatz der von ihnen entwickelten Technologie distanzierten: Für Brecht sind sie, wie auch Galileo Galilei, ihrer Verantwortung nicht gerecht geworden.

Schulen und andere interessierte Einrichtungen können die Materialmappe zum Stück für Vor- und Nachbereitungen unter diesem Link HIER herunterladen.


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