Carmen

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Oper von Georges Bizet

PREMIERE Freitag, 23. September 2016
Großes Haus // 2.55 h mit Pause

Spanien um 1820: Die Sonne brennt heiß, und die Gefühle auch. In einem kleinen Dorf kommen sich die dort stationierten Soldaten und die Arbeiterinnen einer Zigarettenfabrik näher. Hier arbeitet auch die Zigeunerin Carmen, in die sich der Sergeant Don José verliebt. Doch er ist nicht der einzige, der sich für die feurige Dame interessiert: Ein Offizier und ein Stierkämpfer werben ebenfalls um Carmen. Doch Carmen ist anders als alle anderen Frauen. Sie liebt, mehr als jeden Mann, ihre Freiheit, was für sie und den pflichtbewussten Don José schließlich zur Katastrophe führt: Eifersüchtig ersticht er die Geliebte, die er nicht besitzen kann und gleichzeitig nicht loslassen will.

Bizets 1875 uraufgeführte Oper gilt als die meistgespielte der Welt. Die Titelrolle ist eine der begehrtesten Partien überhaupt und zahlreiche Melodien wie die „Habanera“ sind längst Welthits. Aber auch inhaltlich ist das Werk hochspannend, führt es doch den sogenannten „Verismo“ in die Musiktheatergeschichte ein: Die soziale Wahrheit der Figuren erreichte die Bühne, ähnlich wie im Schauspiel zeitgleich der Naturalismus die Stücke prägte. Nicht länger war eine idealisierte, mindestens aber künstliche Welt Ziel des Autors und Komponisten. Das war zur damaligen Zeit ein Schock, und so wurde „Carmen“ bei der Uraufführung – wie so viele heute etablierte Werke – ablehnend aufgenommen. Georges Bizet konnte den späteren Welterfolg seiner Oper nicht mehr erleben: Er verstarb nur drei Monate nach der Uraufführung.


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