Zigeuner-Boxer

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Ein Klassenzimmerstück von Rike Reiniger

Wiederaufnahme der Uraufführung für die Landesbühnentage 2017 in Wolfsburg

// ca. 50 Min + Nachgespräch

Vergessen ist für Hans nicht einfach. Der Mann, der da im Klassenzimmer steht, wird von seinen Erinnerungen gequält. Er muss sie loswerden, sie jemandem erzählen.
Hans lernt Ruki, einen Sinto, an seinem zwölften Geburtstag kennen. Zunächst durchleben die Beiden eine unbeschwerte Jugend, in der sich alles um den Boxsport dreht. Ruki, der Erfolgreichere, kämpft sich ganz nach oben, wird sogar Deutscher Meister im Halbschwergewicht. Doch kurze Zeit später wird ihm der Titel aberkannt, er soll „undeutsch“ gekämpft haben. Schließlich wird er von den Nationalsozialisten zum „Zigeuner-Boxer“ degradiert. Er passt nicht in das Bildder Herrenrasse, das die Nazis propagieren. Und so wird im Dritten Reich auch die Freundschaft zwischen Hans und Ruki auf den Prüfstein gelegt. Im Konzentrationslager, wo die lange Hetzjagd nach dem „Zigeuner-Boxer“ endet, werden die ehemaligen Freunde durch die grausamen Aufseher zum Äußersten getrieben – zum letzten Mal im Boxring.

Rike Reiniger hat mit diesem Stück nicht nur einen Monolog geschrieben. Vielmehr ist es ein Mahnmal, dem die Lebensgeschichte des Sinti-Boxers Johann Wilhelm „Rukeli“ Trollmann, der1944 im KZ ermordet wurde, zu Grunde liegt. Eine Geschichte, sowohl über Freundschaft als auch über die Grausamkeiten in der NS-Diktatur, die die Erinnerung an Rukeli Trollmann lebendig hält. Gegen das Vergessen.

Altersempfehlung: 10+

jahrgangsstufe:  ab 5. Klasse

Buchungen FÜR SCHULEN UND ANDERE EINRICHTUNGEN:

Kosten:
150,- Euro pro Vorstellung (Kostenerlass auf Antrag möglich)
100,- Euro für die 2. Vorstellung am selben Tag

Kontakt:
Tel. 09281 / 7070-193
Email: jungestheatertheater-hof.LÖSCHEN.de

Schulen und andere interessierte Einrichtungen können die Materialmappe zum Stück für Vor- und Nachbereitungen unter diesem Link HIER herunterladen.


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