Das Haus

Am Rande der Altstadt gelegen, erwartet den Besucher im Theater Hof ein vielfältiger Spielplan mit etwa zwanzig Produktionen pro Spielzeit, darunter Opern, Musicals, Operetten, Komödien, Dramen, Ballettabende sowie Kinder- und Jugendtheater. 1949 wurde das Theater Hof als Städtebundtheater neugegründet, 1994 bezog man den Neubau in der Kulmbacher Straße. Das Theater unterhält eigene Ensembles im Schauspiel, Musiktheater und Ballett. Als vierte Sparte nimmt seit der Spielzeit 2014/15 das Junge Theater Hof einen höheren Stellenwert aufgrund eigener künstlerischer Leitung ein. Mit seinen Produktionen gastiert das Theater neben seinem Stammsitz auch an anderen Spielorten in Bayern und darüber hinaus. Geschäftsführer der Theater Hof GmbH sind gleichberechtigt Reinhardt Friese und Jean Petrahn. Friese ist seit 2012 Intendant und trägt die Verantwortung für alle künstlerischen Angelegenheiten. Den Intendanten bestellt die Stadt Hof, Aufsichtsratsvorsitzender Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner.

Die Architektur

Die Architektur

Weit über die Kulmbacher Straße hinaus ragt der Bühnenturm des Theaterbaus und ist fast von der ganzen Stadt aus zu erblicken. 28 Meter hoch ist der "Monolith der Künste", der den Kern des 156 Meter breiten und 76 Meter tiefen Gebäudes bildet. Eine großzügige Glasfassade, die die Offenheit des Hauses betont, umspannt den Quader, unter dessen Dach sich die Bühne verbirgt.

Das Foyer hat drei Ebenen und besticht vor allem durch seine lichte und offene Gestaltung. Der Zuschauerraum im Großen Haus (567 Sitzplätze) und der Studiobühne (99 Sitzplätze) bietet komfortablen Platz mit guten Sichtmöglichkeiten von allen Plätzen. Ein Fahrstuhl garantiert den problemlosen Zugang für behinderte Zuschauer - so, wie im Zuschauerraum auch Plätze für Rollstuhlfahrer kurzfristig eingerichtet werden können. Im Parkett befinden sich zudem Plätze mit einer Schwerhörigenschleife.

Das Miteinander

Das Haus bietet seinen rund 150 Beschäftigten aus ca. 20 Nationen optimale Voraussetzungen, um kreativ und effektiv zu arbeiten. Die rund 350 Vorstellungen und 85 000 Besucher in einer Saison sowie die 1500 Abonnenten dokumentieren, dass das Theater in der Stadt und der gesamten Region fest verwurzelt ist.

Durch regionale und überregionale Events wie die Bayerischen Theatertage 1995,2003 und wieder 2017, die 13. Deutschen Landesbühnentage 2009 und der Hofer Kulturnacht lockt das Theater auch außerhalb seines festen Spielplans tausende Besucher in seine Mauern. Darüber hinaus nutzen viele die angebotenen Sonderveranstaltungen, Workshops, Schulkooperationen, Matineen, Einführungen, Nachgesprächen und dergleichen als attraktives Rahmenprogramm des Theaters, die möglicherweise sonst nur selten ins Theater gehen.

Die Funktion

Vor diesem Hintergrund wird schnell klar, dass das Theater neben seinen vielfältigen kulturellen Aufgaben auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region ist, nicht nur als Arbeitgeber, sondern auch als Auftraggeber für viele in der Region ansässige Firmen.

Die Funktion

Neben dem Kultur- und Bildungsauftrag, der Region einen breit gefächerten, attraktiven Spielplan zu bieten, erfüllt das Theater Hof auch als "Talentschmiede": Viele junge Künstler haben in Hof begonnen, gelernt und arbeiten nun an renommierten, größeren Häusern. Mit seinen Produktionen ist das Theater übrigens nicht nur in Hof, sondern auch mit seinen Gastspielen an vielen anderen Spielorten in Bayern, zum Beispiel Bayreuth, Selb, Marktredwitz, Aschaffenburg, Bad Kissingen, Fulda, Bamberg, Schweinfurt, Ingolstadt, aber auch bei überregionalen Gastspielreisen nach Tschechien, Frankreich oder Hessen zu erleben.
Das Resümee: Das starke Engagement des Theaters und seine künstlerische Leistungsfähigkeit werden nicht nur anhand der Besucherzahlen, sondern auch der starken Identifikation der Bürger mit ihrem Theater deutlich und den Auszeichnungen, die das junge Künstlerensemble gewonnen hat. So zum Beispiel dreimal den Preis der Bayerischen Theatertage. Das Hofer Theater ist ein Aushängeschild für das oberfränkische Kulturleben, aber auch über die regionalen Grenzen hinaus.