Das letzte Band

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Monolog von Samuel Beckett

Theater Hof

PREMIERE Sonntag, 30. April 2017
Studio // 70 Minuten, keine Pause

Ein zermürbter Mann am Ende seines Lebens. Krapp hat sein Leben lang Tonbänder besprochen, auf denen er sich Rechenschaft ablegt, und er hört diese Bänder immer wieder ab. Er spricht mit den Bändern, wie andere alte einsame Leute mit Tagebüchern, Fotoalben, Andenken Zwiesprache halten.

Auf der Suche nach einem glücklichen Moment stößt er auf eine Liebesszene, die er vor dreißig Jahren erlebte. Immer wieder spult Krapp zurück und lauscht seinem früheren Ich wie einer fremden Person. Mit krächzender Stimme spottet er über sich selbst: „Kaum zu glauben, dass ich je so blöd war.“

Dieses Clownsstück und Greisendrama ist eine Romanze, eine der bittersten, schweigsamsten, schönsten in der Literatur. Krapp - das ist das Vermodern, Versaufen, Versacken einer Figur. Dabei entsteht und versinkt eine Welt.

Samuel Beckett gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts und wurde1969 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.


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